Stellungnahme Gänsemarkt

12.08.2020

Stadtverband und Fraktion der Lübbecker CDU unterstützen die Forderung der Lübbecker Geschäftsleute, alle Stellplätze des Gänsemarkt-Parkplatzes zu erhalten.


„Wir haben uns mit aller Kraft für den Erhalt des jetzigen Busbahnhofs eingesetzt. Auch wenn nun der Wunsch nach einem neuen ZOB zwar durchaus verständlich und nachvollziehbar ist, kann es nicht sein, dass ein für die Innenstadt so wichtiger Parkplatz in einen ZOB umgewandelt werden soll“, sagt der Fraktionsvorsitzende Klaus-Jürgen Bernotat. Aufgrund des Abrisses des Parkhauses West mit mehr als 300 Plätzen und der Schaffung von nur 144 Parkplätzen auf dem jetzigen ZOB, die mit einer Begrenzung der Parkdauer von 60 Min. versehen werden sollen, verringert sich die Anzahl der Flächen in unmittelbarer Umgebung der Innenstadt für Kurzzeit- aber auch für Dauerparker deutlich. Wenn dann auch noch die 137 vorhandenen Parkplätze des Gänsemarktes wegfallen sollten, wäre das ein weiterer erheblicher Standort-Nachteil für die Lübbecker Innenstadt. Das würde nicht nur die Geschäfte, Dienstleister und Restaurants sondern auch Patienten der sich am Gänsemarkt befindlichen Arztpraxen hart treffen. Gerade ältere Besucher und junge Familien sind besonders auf die sehr innenstadtnahen Parkplätze angewiesen.

Entgegen der Aussage von Lübbecke Marketing sehen wir das durch die Wirtschaftsbetriebe Lübbecke erarbeitete und von den Mehrheitsfraktionen beschlossene Parkraumkonzept allerdings nicht als zukunftsweisend an.            Anstatt mehr innenstadtnahe Parkplätze zu schaffen, was bei einer anderen Variante zum „Westertor“ möglich gewesen wäre, wird die Anzahl nunmehr deutlich reduziert. Parkplätze, wenn auch nur für Dauerparker, im verkehrsberuhigten Bereich, unmittelbar an einer Grundschule können nur eine Notlösung sein. Weitere Parkplätze auf dem Grundstück der ehemaligen Königsmühle und an der ehemaligen Realschule sind viel zu weit entfernt und werden die Innenstadt nicht beleben. Sollten nun auch noch die Parkplätze am Gänsemarkt wegfallen, wäre das für die gesamte Innenstadt und deren Belebung katastrophal, zumal alternativer Ersatz in ähnlich großer Anzahl und gleicher Entfernung zur Innenstadt nur unter erheblichem Kostenaufwand geschaffen werden könnte